Projekt
Recherche zu mittelalterlichen Spielen und Anleitungen und natürlich spielen wie im Mittelalter.
Glückshaus
Entstanden im späten 15./frühen 16. Jahrhundert als „Siebenerspiel“, war es unter Landsknechten, Söldnern und in Wirtshäusern weit verbreitet. Historische Bretter aus dem 16. und 17. Jahrhundert – etwa im Bayerischen Nationalmuseum – zeigen oft haus- oder kreuzförmige Felder.
Name und heutige Form stammen jedoch erst aus den 1960er-Jahren: Erwin Glonnegger verband die alten Würfelregeln mit dem Design eines historischen Poch-Kartenbretts und taufte das Ganze „Glückshaus“.






Pyramide
Die Legende zum Spiel:
Im großen Tempel zu Benares (manchmal auch nach Hanoi verlegt) sollen Mönche seit Anbeginn der Welt einen Turm aus 64 goldenen Scheiben von einem Diamantstab auf einen anderen umsetzen. Die Regeln: Immer nur eine Scheibe bewegen und niemals eine größere auf eine kleinere legen. Wenn der letzte Zug geschafft ist, endet die Welt.
Die Legende verleiht dem Spiel ein „altes“, mystisches Flair – tatsächlich ist es aber eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Das Spiel wurde 1883 vom französischen Mathematiker Édouard Lucas erfunden unter dem Namen Tour d’Hanoï (Die Türme von Hanoi). Lucas nutzte die oben genannte, erfundene Legende für die Vermarktung des Spiels.
Die gängigste Version hat 7 oder 8 Scheiben (bei 7 Scheiben braucht man mindestens 127 Züge).


